Agenda
- Die Bezeichnung
- Generationsübersicht
- Definition und Merkmale
- Gemeinsamkeiten und Unterschiede
- Konflikte und Lösungen
- Fazit
Woher kommt die Bezeichnung?
Der kanadische Autor Douglas Coupland hat 1991 das Kultbuch „Generation X – tales for an accelerated culture“ verfasst und damit den Begriff Generation X in Nordamerika populär gemacht.
Die Bezeichnungen XYZ haben ca. 2010 langsam die üblichen Generationenlabel in Europa abgelöst. Diese waren an Produkten oder Eigenschaften geknüpft, wie Generation Golf, Generation Handy oder Generation beziehungsunfähig.
In der Wissenschaft ist es üblich, am Ende des lateinischen Alphabets mit dem griechischen weiterzumachen. Daher ist es nur konsequent, dass auf XYZ die Generation Alpha und dann Beta folgt.
Generationsübersicht

- Babyboomer: 1950–1964
- Generation X: 1965–1979
- Generation Y: 1980–1994
- Generation Z: 1995–2009
- Generation Alpha: 2010–2024
- Generation Beta: 2025–2039
Definition und Merkmale
Traditionalisten
Geboren: 1922–1954
Prägend in der Jugend: Entbehrung, Krieg, Wiederaufbau
Typisch: Klare Verhaltensregeln, Respekt vor Autorität, fleißig
Einstellung zur Arbeit: Arbeit ist das Leben
Babyboomer
Geboren: 1950–1964
Prägend in der Jugend: Wirtschaftswunder, Kalter Krieg, 68er, Friedensbewegung
Typisch: Hohe Karriereziele, Anpassungsfähigkeit, Tatkraft, liberal
Einstellung zur Arbeit: Leben um zu arbeiten
Generation X
Geboren: 1965–1979
Prägend in der Jugend: Wohlstand, Computer, Tschernobyl, Babypille, Scheidungsrate steigt
Typisch: Individualismus, Sinnsuche, Null-Bock-Stimmung, Work-Life-Balance
Einstellung zur Arbeit: Arbeiten um zu leben
Generation Y
Geboren: 1980–1994
Prägend in der Jugend: Wohlstand, E-Mail, Handy, Elternspruch „mach was dich glücklich macht“, Freiheit, Ende der Wehrpflicht
Typisch: Freiheit liebend, Egoismus, erst Selbstverwirklichung – dann Familienplanung, für den Moment lebend
Einstellung zur Arbeit: Erst das Leben, dann die Arbeit
Generation Z
Geboren: 1995–2009
Prägend in der Jugend: Angst vor Wohlstandsverlust, Smartphones, Social Media, Eltern als beste Freunde, Dauerkrise (Wirtschaft, Politik, Umwelt), Terror
Typisch: Dating über Apps und Social Media, süchtig nach Feedback und Anerkennung, Angst vor der Zukunft, Schwierigkeit Entscheidungen zu treffen, hohe Priorität auf Familienzusammenhalt, Vertrauen über Bewertungen und Likes, Schwierigkeiten in der persönlichen Kommunikation
Einstellung zur Arbeit: Hier ist die Arbeit, da mein Leben – zwei getrennte Dinge
Generation Alpha
Geboren: 2010–2024
Prägend in der Kindheit: Smartphone und Tablet schon als Baby, Alexa, Google und Siri als beste Freunde, YouTube statt Bilderbuch und Vorlesen
Typisch: Social-Media-Star schon im Kindesalter (WhatsApp, YouTube, Instagram). Es bleibt abzuwarten, wie die intensive Nutzung smarter Geräte diese Generation verändert und beeinflusst.
Generation Beta
Geboren: 2025–2039
Prägend in der Kindheit: Kinder der Generationen Z und Alpha – es wird sich zeigen.
Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Es gibt zwei zentrale Gemeinsamkeiten der verschiedenen Generationen in Deutschland:
Die Werte: Gesundheit, Familie und Freundschaft zählen für die Generationen XYZ zu den wichtigsten.
Die Bedürfnisse: Bindung, Sicherheit, Selbstwert und Lustgewinn zählen ebenfalls dazu.
Die wesentlichen Veränderungen zwischen den Generationen XYZ betreffen Kommunikation, Verbindlichkeit, Respekt und Ökologie.
Kommunikation
Wir verschicken keine Briefe mehr und warten wochenlang auf eine Antwort. Wir leben im Zeitalter von E-Mail, Smartphones und Social Media. Die Folge ist eine ungeduldige Erwartungshaltung der Generation Z an Kommunikation. Geben Sie der jungen Generation zeitnah und konstruktiv Feedback – sie erwartet das von Ihnen.
Verbindlichkeit
Die Generation Z hat gefühlt unendlich viele Möglichkeiten, egal was sie tut. Entscheidungen zu treffen stellt sie vor eine große Herausforderung. Sie hält sich möglichst viele Optionen offen, um sich spontan für das Beste entscheiden zu können. Digital getroffene Vereinbarungen werden oft nicht als so verbindlich empfunden. Werben Sie proaktiv und mit Nachdruck für Entscheidungen. Helfen und unterstützen Sie dabei.
Respekt
Es war einmal, dass das Alter, das Wissen und die Erfahrung Respekt erzeugten. Dass der Respekt vor dem Alter verloren ging, liegt an der Erziehung. Dass sich der Respekt vor Wissen und Erfahrung verändert hat, liegt auch an online abrufbarem Wissen über Google, YouTube und KI sowie an sich ständig schnell ändernden Technologien. Altes Wissen ist weniger wert – und warum sollte man sich alles merken, wenn es ohnehin online abrufbar ist? Respekt basiert heute auf Kompetenz, Vorbildfunktion, Augenhöhe und dem Gegenüber ein gutes Gefühl zu vermitteln.
Ökologie
Nachhaltigkeit ist der jungen Generation wichtig. Mit Greta Thunberg hat die junge Generation spätestens 2019 verstanden, dass Klimaschutz und Ökologie dringendes Handeln notwendig machen. Die Erwartungshaltung an Eltern, Schulen, Städte und Arbeitgeber hat sich in manchen Bereichen grundlegend verschärft. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Beitrag zum Klima- und Umweltschutz für die Generationen spürbar sichtbar ist.
Konflikte und Lösungen
Generationenkonflikte entstehen, wenn es Abhängigkeiten und unterschiedliche Vorstellungen und Erwartungshaltungen gibt. Betrachten wir drei Beispiele für Generationenkonflikte.
Konflikt 1: Generationenvertrag – gesetzliche Rentenversicherung
Der Generationenvertrag sieht vor, dass die Jungen einzahlen und die Alten Rente beziehen. Durch die sich ändernde Altersstruktur zahlen weniger Junge ein und mehr Alte beziehen Leistungen. Es fehlt ein breiteres Finanzierungsmodell für die Rentenversicherung und ein fairer Generationenvertrag.
Konflikt 2: Klimawandel / Klimakatastrophe
Die Aktivisten von Fridays for Future klagen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft an. Das Klima kollabiert, wenn wir weiterhin wirtschaften, konsumieren und leben wie bisher. Den Klimawandel zu vermeiden oder zu verringern ist unsere Gemeinschaftsaufgabe. Gefordert wird die Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens: Kohleausstieg bis 2030, 100 % erneuerbare Energieversorgung bis 2035 – alles für eine lebenswerte Zukunft.
Konflikt 3: Arbeitswelt – Generationenkonflikt am Arbeitsplatz
Immer häufiger haben Mitarbeitende über 50 Angst, von den Jungen abgehängt zu werden. Die Jungen lernen spielerisch mit den neuen Maschinen und Medien umzugehen. Was die Älteren gelernt haben, fühlt sich gefühlt nichts mehr wert an. Der Arbeitsplatz hat seine Bedeutung verloren – Stichwort Homeoffice. Die Bindung zu Unternehmen hat sich deutlich verändert. Hier ist Fingerspitzengefühl der Führungskräfte notwendig, um die Stärken der Jungen und der Älteren miteinander zu verbinden. Gegenseitiges Coaching könnte hilfreich sein.
Fazit

Es ist erforscht worden, dass die Werte und Einstellungen einer Generation Z oder Y nicht anders sind als die Werte und Einstellungen der Babyboomer. Wir sollten die vermeintlichen Eigenschaften einer Generation nicht bewerten. Es gilt, die Betroffenen direkt mit einzubeziehen, um Lösungen gemeinsam zu finden. Es kommt darauf an, wie wir es gemeinsam anpacken.
Die unterschiedlichen Generationen zu kennen und zu beobachten ist sinnvoll, um gesellschaftliche Veränderungen zu bemerken, damit jung und alt die Zukunft gemeinsam gestalten.
„Veränderung ist der Motor, der die Zukunft gestaltet“
Frank Birkemeyer

